Praktikumsbericht von Theresa Seitz (März 2016)

Praktikumsbericht Theresa Seitz (März 2016)

 Aufregend, interessant und erfahrungsreich – mit diesen drei Worte lassen sich die fünf Wochen, welche ich im März 2016 im Bundestagsbüro Reiner Meier in Berlin verbracht habe, am treffendsten beschreiben. Über die Zusage für das Praktikum freute ich mich sehr, da ich erst im Oktober 2015 mein deutsch-französisches Politikwissenschaftsstudium begonnen habe. Der spannende Teil des Praktikums ließ nicht lange auf sich warten, gleich am ersten Tag durfte ich anfangen zu recherchieren und Texte zu verfassen. Diese Tätigkeit gefiel mir in den nächsten Wochen besonders gut, da spannende Themen auf der Tagesordnung standen. Unterfordert ist man als Praktikant in diesem Büro nicht, einem Großteil der Aufgaben war ich auch als Erstsemester schon gewachsen. In den ersten zwei Wochen verbrachte ich die Zeit vor allem mit diesen Recherchen, da keine Plenarsitzungen stattfanden.

 

Dafür gab es aber viele Möglichkeiten durch das Praktikantenprogramm der CDU/CSU- Bundestagsfraktion Abgeordnete näher kennen zu lernen und lebhafte Debatten über Brexit, Elektroautos und die deutsche Außenpolitik zu führen. Vor allem ein Gespräch mit dem Fraktionsvorsitzenden der CDU/CSU Bundestagsfraktion Volker Kauder hat mich persönlich sehr beeindruckt. Außerdem durften wir Praktikanten an den Sendungen des ZDF als Zuschauer teilnehmen, ich war einmal bei der Aufzeichnung von „aspekte“ und bei der Livesendung „Morgenmagazin“ dabei. Weiterhin hatte ich die Möglichkeit den Sitz des Bundesministeriums für Justiz und Verbraucherschutz von innen kennen zu lernen, welches mich durch seine Architektur sehr beeindruckte. Zusätzlich nahm ich an Abend-veranstaltungen zum Thema Großbritannien teil. Ein weiterer positiver Aspekt dieses Programmes ist, dass man viele Praktikanten unterschiedlicher Herkunft und verschiedener Studienfächer kennenlernt.

 

In der Sitzungswoche lernte ich Herrn Meier persönlich kennen und begleitete ihn zur Arbeit-nehmergruppensitzung, in der eine interessante Diskussion über die Versorgung von Flüchtlingen stattfand. Auch im Gesundheitsausschuss war ich Zuhörerin um die angeregten Diskussionen zu verfolgen.

Dank des Praktikantenprogramms durfte ich an mehreren Plenarsitzungen teilnehmen und die Debatten im Plenum mitverfolgen. Außerdem hatte ich das Glück, dass in der Woche zwei namentliche Abstimmungen stattfanden, wodurch ich wirklich sehr viele Politiker gesehen habe. Besonders beeindruckt hat mich eine Rede unserer Bundeskanzlerin. Die Sitzungswoche beinhaltet auch mehrere Abendtermine, bei einem durfte ich Herrn Meier begleiten. Wir waren in der Bayerischen Vertretung in Berlin zu Gast, eine spannende Erfahrung für Außenstehende.

 Besonders gefreut hat mich, dass sich Herr Meier Zeit nahm, um mit mir über aktuelle Themen zu diskutieren und dabei auch meine Sicht auf die Dinge interessiert angehört hat. Dazu gehörte auch ein Abschlussgespräch am Ende meines Praktikums.

 Nach dieser Sitzungswoche wurde es für mich wieder ruhiger im Büro. Da wieder mehr Zeit vorhanden war, durfte ich mehrere Gesetze zusammenfassen und die verschiedenen Positionen dazu ausarbeiten. Außerdem war ich an der Neugestaltung der Homepage beteiligt und durfte mich hier auch aktiv einbringen. Dieser Aspekt hat mir während des ganzen Praktikums sehr gut gefallen, dass ich viel selbst erarbeiten und meine Ideen einbringen durfte. Dafür danke ich auch den Mitarbeitern Frau Calin und Herrn Thirmeyer, die mir viele Einblicke in ihre Arbeit gewährten und mir dabei auch einige Tipps für die Zukunft mitgaben.

 Die fünf Wochen im Abgeordnetenbüro Reiner Meier sind wie im Flug vergangen und ich kann diese einmalige Erfahrung nur allen politisch und gesellschaftlich Interessierten weiter- empfehlen.