20.09.2017

Pressemitteilung: „Organspende ist lebenswichtig!“ Reiner Meier ruft zur Organspende auf und fordert mehr Nephrologen als Transplantationsbeauftragte.

Über 80 Prozent der Deutschen stehen der Organspende positiv gegenüber, aber kaum ein Drittel von ihnen hat einen Organspenderausweis. Dabei könnte Tausenden von Menschen geholfen werden. Zudem gibt es Raum für Verbesserungen, findet MdB Reiner Meier.

„Die beste Werbung für die Organspende ist die eigene Überzeugung“, sagt Reiner Meier am Rande eines Praxisbesuchs in der oberpfälzischen Stadt Kemnath. „Wenn wir über 10.000 Menschen in Deutschland mit einer Organspende helfen könnten, dann kann man nur sagen: Wenn Sie die Organspende befürworten, dann nutzen Sie die Organspenderausweise, die sie bei Ärzten und Krankenkassen kostenlos erhalten!“

Die Organspende in Deutschland hat zweifellos schon bessere Tage gesehen. Skandale der letzten Jahre will der Bundestagsabgeordnete nicht kleinreden. „Auch wenn viele Ärzte in erster Linie ihren Patienten helfen wollten, sind die Verstöße gegen die Transplantationsrichtlinien inakzeptabel. Wir haben zu wenige Spenderorgane. Deshalb müssen die Richtlinien strikt eingehalten werden. Andernfalls ist der Willkür in einem Bereich Tür und Tor geöffnet, in dem es um Leben und Tod geht.“

Vor diesem Hintergrund wertet der Gesundheitspolitiker die 2012 verpflichtend an jedem entsprechenden Krankenhaus eingeführten Transplantationsbeauftragten als Erfolg. „Wir sehen heute, dass Transplantationen und die Begleitung der Angehörigen von Spendern und Empfängern besser funktionieren, wenn alle wichtigen Fragen rund um Transplantationen an einer Stelle zusammenlaufen.“ 

Für besonders geeignete Transplantationsbeauftragte erachtet der Bundestagsabgeordnete Intensivmediziner mit Schwerpunkt Nephrologie. „Nierenleiden sind immer Leiden des gesamten Organismus. Nephrologen leben deshalb von Haus aus eine besondere Interdisziplinarität. Ich würde mir deshalb wünschen, dass mehr Nephrologen in diesem Feld tätig werden.“